Förderverein Bau und Kultur im Kirchspiel Barleben
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Sankt Peter und Paul Kirche
Eine historische Betrachtung

 

 

Architektur

In ihrem Kern geht die verputzte Saalkirche auf die Zeit um 1350 zurück. Ihr Neubau ersetzte die mehrfach ab

gebrannte Holzkirche St. Nikolai.

1643 wird Barleben evangelisch.

In den Jahren 1632 bis 1636 erfolgte eine teilweise Zerstörung des Gebäudes. Barleben und die Kirche werden durch die kaiserlichen Truppen geplündert. Die Kirche wird zeitweise ein Pferdestall.

Zwischen 1681 und 1699 fand ein Wiederaufbau im barocken Stil statt. Das Pfarrhaus wurde neue errichtet und das Kirchenschiff saniert.
Das Kirchenschiff verfügt über einen rechteckigen Grundriss und wird von großen rechteckigen Fenstern geprägt über denen sich jeweils mittig ein rundes Fenster befindet.
Westlich des Kirchenschiffs befindet sich der auf quadratischem Grundriss errichtete Kirchturm. In das Untergeschoss des Turms wurde 1699 ein barockes Rustikaportal eingearbeitet. Am Portal befindet sich neben dem Wappen der Stifter Erasmus Christian von Arnstedt und seiner Ehefrau Anna Elisabeth von Arnstedt, geborene von Haus eine Inschriftenkartusche. In den Jahren 1713/14 wurde der Turm durch Aufsetzung der Schweifhaube samt abgesetzter Spitze erhöht.
An der Nordostseite des Schiffs steht eine bereits in der Zeit der Spätgotik entstandene Sakristei. Beim Wiederaufbau der Kirche Ende des 17. Jahrhunderts erhielt die Sakristei ein Tonnengewölbe und wurde darüber aufgestockt.
1735 erfolgte der Guss der noch heute erhaltenen Glocke.
Eine an der Südseite befindlich aus der Zeit der Renaissance stammende Fachwerkloge der Familie von Arnstedt wurde im barocken Stil umgestaltet, im Inneren blieben jedoch Reste eines Renaissance-Kamins aus dem Jahr 1610 erhalten. Am Kamin befindet sich das Wappen der Familie. Bemerkenswert ist ein an der Sakristei befindliches Spitzbogenportal vom Beginn des 16. Jahrhunderts.


Austattung
Das Kirchenschiff wird von einer flachen, mit Kassetten versehenen Decke überspannt. An drei Seiten des Schiffs befindet sich eine zum Teil zweigeschossige Empore, deren Länge jedoch 1968 verkleinert wurde. Unterhalb der südlichen Empore ist die 1737 entstandene Prieche für das Königliche Vorwerk und die Klosterhube untergebracht.

 

Im Nordteil des Chors steht der mit Butzenscheiben versehene, verzierte Magdeburger Ratsstuhl. In der östlichen Wand befindet sich ein farbiges Petrus und Paulus darstellendes Glasfenster, in der Südwand das Motiv der Anbetung der Hirten, geschaffen im Jahr 1922 durch die Glasmalereianstalt Ferdinand Müller aus Quedlinburg.

Vermutlich aus der Zeit um 1699 stammt der hölzerne Kanzelaltar mit lorbeerverzierten Säulen. Wesentlich jüngeren Datums ist die gleichfalls aus Holz gefertigte zehneckige Taufe im Stil des Klassizismus.

Im Jahre 1876 erfolgte der Einbau einer "Reubke-Orgel. "Farbigkeit" und "Brillanz" wurden ihr durch den Domkantor August Ritter bescheinigt. Aus der gleichen Zeit stammt auch das mit Rundbögen versehene Orgelprospekt. 1936 pneumatisierte Wilhelm Rühlmann aus Zörbig die Orgel.

Das Kirchengestühl ist neogotisch und befindet sich erst seit 1977/78 in der Kirche. Zuvor stand es in der Sankt-Katharina-Kirche. In der Kirche befindet sich auch eine 1735 von Christian See aus Magdeburg angefertigte Bronzeglocke.

Das zwischen Loge und Kirchenschiff befindliche Fenster stammt aus dem Jahr 1699 und verfügt neben einem Sinnbild über Wappenscheiben der Familie Erasmus Christian und Anna Elisabeth von Arnstedt sowie ihrer zwölf Kinder.
Bemerkenswert sind diverse in der Kirche selbst bzw im umgebenden Kirchhof vorhandene historische Grabsteine. Im Kirchenschiff sind zwei Figurengrabsteine erhalten. Der ältere wurde für den 1634 verstorbenen Joachim von Kastel geschaffen, der andere für den 1714 verstorbenen Otto Friedrich von Quast. In der Sakristei befindet sich der mit Ahnenprobe und Lorbeerkranz verzierte Grabstein für den 1680 verstorbenen Christian Christophorus von Arnstedt. Aus der Vielzahl historischer Grabsteine auf dem Kirchhof ist der Inschriftengrabstein für den 1679 verstorbenen Johannis Hermans hervorzuheben.

 

 

 

 

 

 



Förderverein Bau und Kultur im Kirchspiel Barleben e.V.